Lösungsmöglichkeiten

Die schlechte Nachricht NUR GANZ, GANZ KURZ zuerst:

Das Gebrumme wird leider bestehen bleiben – zumindest kann ich das nach über 12 Jahren Erfahrung damit bis jetzt feststellen. Die verursachenden, menschengemachten Maschinen sind und bleiben da. Bis die DIN 45680 geändert wird, werden noch Jahre vergehen und bis alle Übergangsfristen abgelaufen sind und auch die letzten BHKWs gegen die Emission von TS gedämmt und nachgerüstet sind, werde ich vermutlich nicht mehr leben oder so alt sein, dass ich mit anderen Problemchen zu kämpfen habe. Bliebe noch die medizinische Forschung und die Wissenschaft, welche vielleicht irgendwann auf die Spur der physiologischen Ursache und damit auf eine mögliche Lösung kommen könnte (siehe auch Menüpunkt AKTIONEN), dabei wird es sich aber auch eher um Jahrzehnte als um Jahre handeln.. könnte knapp werden.. also für mich..


Damit aber gleich ZU DEN GUTEN NACHRICHTEN:


Ein gutes Leben mit dem Drecksbrummen ist möglich!! 
Es gibt zwar nicht DIE EINE, PERFEKTE Lösung, es gibt aber ein Sammelsurium an Massnahmen welches die Problematik mehr oder weniger schnell soweit reduziert, dass man am Ende, insgesamt betrachtet, mit dem Gewummer (halbwegs gut) leben kann. Und danach sieht es, gerade anfangs, wenn das Problem auftaucht, überhaupt nicht aus. Und ich weiß sehr genau, wovon ich rede. Und dieses Wissen möchte ich deshalb mit euch teilen.

Anfangs herrscht nur tiefe Verzweiflung, Panik, Angst „bekloppt“ zu werden, Depression, körperlicher und seelischer Schmerz, vor allem, weil man auch noch allein auf weiter Flur zu sein scheint, Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit, brutale Zerschlagung der eigenen Lebensqualität.. Schlafentzug ist eine Foltermethode.. Sehr tiefe Täler – ihr erinnert euch?

Im Folgenden fasse ich alles zusammen, was mir geholfen hat, damit leben zu lernen. Von den hilfreichsten Mitteln bis zu den kleinen Helferlein, die man aber nicht außer Acht lassen sollte, frei nach dem Motto; Kleinvieh macht auch Mist. Am Ende der Liste mit den Massnahmen stehen – subjektiv beurteilt – die Angaben, wie stark die jeweilige Gegenmassnahme mein Problem reduziert hat. Ich habe natürlich alle diese Massnahmen ergriffen. Wie gesagt, es ist ein Sammelsurium.

Übersicht

  1. Wissen ist Macht
  2. Standortwechsel / Orte der Ruhe
  3. Gehörschutz
  4. ANC Active Noise Cancelling
  5. Entspannung
  6. Körperliche Gesundheit
  7. Bewusstsein
  8. Geräuschmaskierung
  9. Geteiltes Leid ist halbes Leid
  10. Fokus
  11. Gewöhnungseffekt
  12. Dialog

1. Wissen ist Macht oder kenne deinen Feind! 


Ein ganz wichtiger Baustein! Mit dieser Seite soll hier schonmal Licht ins Dunkel gebracht werden und für ein wenig Erleichterung sorgen, da es erfahrungsgemäß äußerst zermürbend ist nicht zu wissen, was die Ursache ist und es einfach nur ertragen zu müssen.

Je mehr ihr über den Brummton und die Verursacher Bescheid wisst, desto besser könnt ihr lernen damit umzugehen. Saugt alle Informationen, die ihr darüber bekommen könnt in euch auf. Diese Seite soll dafür eine Hilfestellung sein. Lest in den Phänomenen nach, wie der BT wahrgenommen wird und wie er „funktioniert“. Dann fühlt ihr euch sicherer und könnt evtl. eigene Abwehrstrategien entwickeln. Diese dann natürlich bitte gerne auf dieser Seite teilen.

Auch ich habe den klassischen „Werdegang“ über viele Jahre hingelegt, wie von vielen beschrieben:

Zuerst in der Wohnung nach Ursachen gesucht, dann beim Nachbarn, dann im Haus, dann in der näheren Umgebung und dann weiter und immer noch weiter weg. (Nochmal: Vergesst die Wärmepumpe oder Heizungs- oder Solaranlage vom Nachbarn, sie sind nicht oder nur selten das Problem!) Der Brummton blieb, es war zum Verzweifeln. Zuerst hatte ich ein sehr großes Klärwerk in etwa 2km Entfernung im Sinn, da mich das Geräusch an Pumpen erinnerte, wie es auch viele schon beschrieben haben.

Da nach dem ersten Umzug ans andere Ende der Stadt keine Besserung eintrat (ich bin 3x deswegen umgezogen.. Daumen hoch!) konnte es das Klärwerk nicht mehr sein und ich hatte als nächstes Geothermie im Verdacht. Es musste eine grosstechnische (versteckte) Anlage sein, die eine derartige Reichweite hatte, um mit ein paar Anlagen ganze Landstriche damit zu beschallen. Über Körperschall wird Lärm der Pumpen tief unter der Erde an die Atmosphäre abgegeben und verbreitet sich dann flächendeckend, so meine Vermutung. Ich brachte ALLES über Geothermie in Erfahrung. Viele Test- und Fluchtnächte im Auto (auch bei minus 20 Grad, ohne Standheizung.. Daumen hoch!) und zwei weitere Umzüge später, wurde mir klar, dass diese Theorie nicht mehr haltbar war.

Ich weiß nicht mehr wann genau es war, aber letztendlich wurde mir klar, dass es die BHKWs sein müssen. Alle Phänomene passten plötzlich perfekt ins Bild (flächendeckend vorhanden, Reichweite, Charakter der Schallemissionen) und je mehr ich mich damit befasste, desto exakter wurde das Bild. Heute bin ich zu 99,9% sicher, dass BHKWs (= große Motoren) mit zu den absoluten Hauptverursachern des Gewummers zählen. 

Jetzt könnt ihr selbst einmal an eurem Wohnort nach diesen BHKWs suchen. Ihr werdet zu 100% in einem Radius von 5-10km fündig. Wahrscheinlich sitzen sie sogar viel näher! Vermutlich werdet ihr sogar mehrere BHKW „in Reichweite“ entdecken.

Damit kennt ihr schon einmal die Ursache. Das hat mir zumindest wahnsinnig weiter geholfen. Man kann sich die Dinger aus der Nähe ansehen und anhören, wobei ihr in unmittelbarer Nähe von so einem BHKW vor lauter mittel- und hochfrequenten (MF/HF) Geräuschen den hässlichen TS gar nicht wahrnehmen werdet, weil er durch diese MF und HF maskiert wird. Da müsst ihr je nach Windrichtung schon ein paar (hundert) Meter weit weggehen. Oder ihr setzt euch in der Nähe ins Auto, das wirkt wie ein Resonator, dämpft die MF und HF und verstärkt schön den TS. Oder ANC (NoiseCancelling) Kopfhörer mitnehmen. Damit geht´s noch besser. Die können MF und HF noch viel besser neutralisieren und übrig bleibt nur der wunderschön-hässliche Brummton.

Man kann Informationen über das oder die bestehenden BHKW einholen. Man erfährt wo weitere geplant oder gebaut werden.. usw. usf. Der „Unruhestifter“ bekommt plötzlich ein genau definierbares Gesicht. 

Bevor ihr jetzt aber mit dem Benzinkanister zum nächsten BHKW lauft, lest euch bitte den Menüpunkt AKTIONEN durch. Die Landwirte mit den Biogasanlagen können am wenigsten dafür. Ihre Anlagen haben sie in der Regel nicht selbst gebaut, sondern Spezialfirmen damit beauftragt. Und die wiederum haben, natürlich in besserer und schlechterer Bau- und damit Emissionsschutzqualtität, diese Biogasanlagen nach der vollkommen unzulänglichen (wie wir jetzt wissen) DIN 45680 Norm errichtet. Die Norm findet ihr unter dem Punkt DIN 45680.

2. Standortwechsel / Orte der Ruhe suchen


Zum einen ist es hilfreich in akuten Situationen gerade die schlimmen Nächte anderswo zu verbringen. Wie gesagt, das Gehör ist träge und „merkt“ sich das Geräusch, wird mit der Zeit dafür also sensibilisiert. Der jeweilige TS am Wohnort „schleift“ sich gewissermaßen ins Gehör und ins Bewusstsein. Im Hotel, im Auto oder Camper schlafen, bei Freunden übernachten oder im Sommer zumindest mal irgendwo zelten, unterbricht diesen „triggerprozess“ . Sehr wahrscheinlich brummt es an dem neuen Ort auch, aber das Gehör braucht eben eine Weile um sich darauf „einzuschiessen“.

Noch besser sind häufigere Standortwechsel: Damit „verwirrt“ man sein eigenes Gehör und unterbricht die Routine.

 Ihr müsst deswegen nicht jeden Tag an einem anderen Ort nächtigen, aber immer mal wieder woanders, aus der Not eine Tugend machen und Familie und Freunde besuchen mit Übernachtung, wer einen Camper sein eigen nennt, gerne auch mal öfter damit ausfahren, oder einfach mal einen Kurzurlaub in einer anderen Stadt. Man muss deswegen nicht gleich um den halben Globus fliegen. Die nächstgrößere Mittelstadt mit Übernachtung erkunden, warum nicht? Es wird – außer mit sehr viel Glück – wahrscheinlich auch dort brummen, aber es geht wie gesagt darum den „Einschleifeffekt“ zu durchbrechen und einfach um Tapetenwechsel, Erholung und Nerven beruhigen.

Außerdem natürlich Standortwechsel in Bezug auf wirklichen Urlaub. Sucht euch Orte in Europa, an denen es nicht brummt. Es gibt sie! Sogar in Deutschland gibt es „Brummlöcher“ in Anlehnung an der Begriff Funklöcher. Z.b. die Alpen. Das hilft jetzt Menschen im Norden weniger, ist aber nur ein Beispiel. Im Norden dann ab auf´s Meer. Idealerweise mit dem Segelboot und ausgeschaltetem Motor. In den Alpen gibt es keine Biogasanlagen, BHKW, Windräder oder sonstige Aggregate oder menschengemachte Maschinen und – OH WUNDER – es brummt dort nicht, wie ich persönlich zu berichten weiß!! Eine im allerwahrsten Sinne des Wortes HIMMLISCHE Ruhe, kann ich euch sagen!! Oder die Wüste, Beispiel Marokko oder (z.Z. weniger verlockend) Libyen.. dort wird es 100% sicher auch keinen Brummton geben. 

Oder in der Sauna: Aufgrund der Hitze, sprich hohen Molekularbewegung der Luft, werdet ihr dort keinen Brummton wahrnehmen können. 


Abgesehen davon heisst Standortwechsel (Urlaub) auch in gewisser Weise Tapetenwechsel, also Nerven beruhigen, abschalten, abtauchen, entspannen, siehe Punkt 6: Stress reduzieren.

Draußen ist´s immer besser als drinnen, siehe Kapitel URSACHEN DES BRUMMTONS. Abgesehen davon, dass der Aufenthalt in der Natur grundsätzlich heilsam für Geist und Körper ist, wird der Brummton „draußen“ meist um 80-90% weniger wahrgenommen, oft sogar um 100%. Also nutzt das aus und verbringt soviel wie möglich draußen in der Natur, gebt Körper, Geist und Gehör so oft es geht diese dringend benötigten Pausen. 

Und schliesslich und endlich natürlich auch ein permanenter Standortwechsel, sprich Umzug. Das möchten zwar viele sicherlich nicht hören, aber das ist durchaus eine Überlegung wert. Erfordert aber sehr viel Recherche im Vorfeld. Dabei sei nochmal gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist einen Ort zu finden, an dem es überhaupt nicht brummt. Aber es gibt durchaus sehr gravierende Unterschiede in der Intensität des Gebrummes an verschiedenen Orten kann ich euch aus Erfahrung sagen. Und da sucht man sich eben den mit der geringsten Intensität und der höchsten (subjektiv) Lebensqualität raus. Gegen einen Neubau eines BHKW in der näheren Umgebung ist man zwar nie gefeit, aber man sollte durchaus Information in dieser Richtung einholen. Hierbei seien bzgl. der Planung auch nochmal die Karten im Kapitel URSACHEN DES BRUMMTONS / 1.2 VERTEILUNG DER BHKW erwähnt, sofern natürlich im jeweiligen Bundesland verfügbar.

Ich selbst bin 3x deswegen umgezogen bis es für mich gepasst hat und kann behaupten, dass sich der ganze Stress deswegen gelohnt hat. Hätte ich alle Informationen dieser Internetseite vorher gehabt, wäre ich sehr wahrscheinlich auch nur 1x umgezogen.

3. Gehörschutz

Was mir wirklich sehr geholfen hat war eher eine Zufallsentdeckung. Obwohl ich bereits wusste, dass ANC-, also NoiseCancelling-Kopfhörer gegen den BT nichts ausrichten können, kaufte ich mir einen guten On-Ear (nicht In-Ear!) Kopfhörer von SONY.

Den WH-1000 XM5

Dieser sollte mir bei einer Baustelle in der Nachbarschaft helfen, welche mir tagsüber zusätzlich Nerven raubte. Beim Rumprobieren mit dem neuen Gerät stellte ich plötzlich fest, dass das Gerät im AUSGESCHALTETEN Zustand den Brummton überraschend gut blockieren konnte. Selbstverständlich nicht ganz, dafür ist das Phänomen viel zu mächtig, aber ich war doch sehr überrascht wieviel er dem Brummton entgegen setzen konnte. 

Versuche mit herkömmlichen Gehörschutzschalen mit Bügel (10-30€), die sogenannten MickeyMäuse, brachten mich zu der Erkenntnis, dass in der Tat nur der 200€ teure SONY Kopfhörer den Brummton blocken konnte. War mir aber im Endeffekt vollkommen egal. Ich hätte auch 3.000€ für so einen Kopfhörer ausgegeben.. und wahrscheinlich auch 30.000€ wenn mir jemand diesen Kopfhörer als superspeziellen Anti-Brummton-Schutz angeboten hätte. Nur die selbst Betroffenen können die Verzweiflung nachvollziehen, mit der man wirklich nach jedem Strohhalm greift, nur um irgendwie davon wegzukommen!

Sofort kam natürlich der Gedanke diesen Kopfhörer auch in der Nacht zu nutzen, nur wie sollte das gehen? Schon mit diversen In-Ear-Varianten war das Ergebnis beim Schlafen immer schmerzende Gehörgänge, egal wie mikroklein diese Stöpsel auch waren und das häufige Entfernen der Fremdkörper aus den Gehörgängen im Halbschlaf. Wie sollte sowas mit richtig großen On-Ear-Kopfhörern mit Bügel funktionieren???????

Es musste irgendwie ein Kissen aus Schaumstoff mit einem Loch in der Mitte sein oder sowas..

Nach verschiedenen Lösungsansätzen kam ich auf die glorreiche Idee ein Nackenkissen (für Bahn- und Flugreisen) zu benutzen. Ich lege es mir natürlich nicht um den Nacken, sondern nutze es als ganz normales Kissen, mit der U-förmigen Öffnung nach oben. In dem Loch in der Mitte des U, wo normalerweise der Hals steckt, kommen bequem die Schalen der Kopfhörer unter und durch die Öffnung oben läuft der Kopfbügel. 

Beim Model nicht sparen, es soll den Kopf mit Kopfhörer zuverlässig die ganze Nacht stützen. Ich habe diese Model gewählt und bin bis heute begeistert:

COZYOR Nackenstützkissen Memory Nackenkissen mit verstellbarem Verschluss + praktischer Tasche.

Und was soll ich sagen Leute: Ich konnte nach 12 Jahren das erste Mal wieder auf dem Rücken schlafen!! Im Liegen! Auf dem Rücken! Das ist normalerweise die schlimmste Position! Nicht dass der Brummton komplett verschwindet, den hört man schon noch, AAABER, diese seltsame direkt auf die Nerven gehende Dröhnfrequenz, die auch das Gefühl erzeugt hat unter Strom zu stehen (ich habe es immer als „mit dem Kopf in einer Mikrowelle stecken“ beschrieben), war um mehr als die Hälfte reduziert. Ich würde sogar sagen um 75%. Ich konnte wieder durchschlafen!! Nach 12 Jahren!! Was für eine Erlösung! Probiert es aus! Wie gesagt, der Brummton wird nicht verschwinden, aber die Dröhnfrequenz wird reduziert und das macht erholsamen Schlaf überhaupt erst wieder möglich. An Geräusche – auch in der Nacht – kann sich der Mensch gewöhnen. An eine Dröhnfrequenz die direkt ins Mark geht, nicht!

4. ANC / ANR

Active Noise Cancelling / Active Noise Reduction – Kann funktionieren, aber nicht wie man im ersten Moment denken würde.



Echtes ANC, also Gegenschall gegen TS ist technisch sehr kompliziert. Entsprechend dimensionierte Spezialgeräte gibt es, müssen aber an der Quelle installiert werden. Diese Geräte werden z.B. bei Open-Air-Konzerten in der Nähe von Wohnsiedlungen eingesetzt um die Schallemissionen zu reduzieren.

Dann gibt es noch „Schallschlucker“ aus dem HiFi-Bereich mit entsprechender Dimensionierung. Die funktionieren aber auch nur in Innenräumen. Damit sind wir aber wieder bei den Gehäuseöffnungen, im Speziellen bei den Lufteinlässen, durch die der TS bei BHKWs entfleucht. Für diese „Schallschlucker“ sind diese Öffnungen wiederum kontraproduktiv, weil sie dann nicht optimal arbeiten können.

Herkömmliches ANC wie in Kopfhörern verbaut, kann keinen TS abhalten, das ist technisch nur sehr, sehr begrenzt bis überhaupt nicht möglich und deshalb nicht praktikabel. Spart euch das Geld. Es wird nicht funktionieren. Man erreicht nur das Gegenteil: Die Kopfhörer filtern die natürlichen, maskierenden mittel- und hochfrequenten Geräusche zuverlässig weg und übrig bleibt NUR NOCH der hässliche Brummton.

Mit ANC kann man sich aber im Alltag (tagsüber) aus nervigen Geräuschkulissen rausnehmen und damit dem Gehör und den Nerven ein bisschen Urlaub gönnen. Baustelle nebenan? Nachbar/Hausmeister mäht wieder mit dem Benziner? Nachbars Kinder toben? Kein Problem! Solange man tagsüber eben nicht einem aktuell starken Brummton ausgesetzt ist, das gibt es nämlich leider auch manchmal. Das funktioniert in der Tat, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Und darum geht´s: Gehör und Nerven so oft es geht aus der Schusslinie nehmen und sich Ruhe gönnen. Das stärkt das Nervenkostüm und man entwickelt Reserven gegen das wirkliche Problemgebrumme in der Nacht.

5. Entspannung

Mittel zur Entspannung, Nervenberuhigung, Entspannungstechniken, Yoga, Meditation, Sport, gute Ernährung, Vitamine.. macht einfach alles was geht und euch hilft konsequent und ohne Kompromisse. Die Entlastung von Körper und Psyche haben allerhöchste Priorität! Stress reduzieren! Klingt jetzt erstmal nur banal, aber wieviel Stress haltet ihr wirklich momentan einfach so aus? Wieviel davon könnte man wirklich ERSATZLOS streichen?

6. Körperliche Gesundheit

Sehr simpel: Alles was den Körper stresst, weglassen oder reduzieren. Alles was dem Körper gut tut hochfahren. Also allgemein auf Gesundheit achten. Infektionsherde im Körper? Allergie? Zähne? Schilddrüse? Rücken? Magen-Darm? Gelenke? .. geht die Probleme an, weil sie den Körper dauerhaft stressen. Sauna oder Schwimmen oder Eisbaden oder Bäume umarmen oder Garteln tut euch gut? Macht es so oft es geht! Abgesehen davon werdet ihr in der Sauna aufgrund der Hitze, sprich hohen Molekularbewegung der Luft, dort keinen Brummton wahrnehmen können.

Licht, Luft und Bewegung müssen eigentlich nicht extra erwähnt werden, ist aber DER Schlüssel zu geistiger und körperlicher Balance. Na, dann auf, einfach machen! Und zwar nicht 1x im Monat, sondern regelmässig!



Zur körperlichen Gesundheit gehört auch die Ernährung: Gesunde Ernährung ist wie immer das A und O, gerne auch flankiert mit hochwertigen Nahrungsergänzungmitteln, Magnesium, oder Baldrian und Beruhigungstees und und und, welche den Schlaf fördern. Ja, da muss man rumprobieren, weil auch viel Mist angeboten wird, aber es gibt auch wirklich fabelhaftes Zeug, welches Körper und Geist wirklich eine große Hilfe sein kann.

Mir hat z.B. CBD gut geholfen während stressiger Brummtonphasen den geschunden Geist wieder ein bisschen zu beruhigen. Natürlich nicht das CBD aus dem Drogeriemarkt. Es wird, wie gesagt, gerade im Supplementbereich auch viel Mist angeboten und einfach Geld abgegriffen. Welches CBD ich aber absolut empfehlen kann und die Wirkung sicher kein Placeboeffekt war ist das hier:

Das ist die Herstellerseite. CBD gibt es als Öl, in Kapseln, mit Melatonin und ohne, mit Geschmack und ohne.. für jeden was dabei:

https://www.lucovitaal.nl/catalogsearch/result/index/?product_list_limit=36&q=CBD

Und damit ihr an der Auswahl nicht verzweifelt.. Ich habe auf Verdacht einmal dieses Öl gekauft, für gut befunden und bin deshalb dabei geblieben. Dies ist die kleine 5ml-Flasche zum Testen, gibt´s aber auch in 30 ml:

https://www.lucovitaal.nl/cbd-10-olie.html?configuredProduct=462

Könnte mir vorstellen, dass die Kapseln in der Anwendung komfortabler sind, dafür vermutlich nicht so ergiebig.

Und wenn´s mal ganz schlimm ist, warum sich nicht MAL mit einer Schlaftablette die Lichter ausknipsen? Selbstverständlich weiß hoffentlich jeder, dass so starke Medikamente nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden sollten und durchaus unangenehme Nebenwirkungen haben, aber wenn ich auf dem allerletzten Ritzel laufe.. im Notfall? Warum denn nicht!? Niemand wird schwere Schmerzmittel, trotz ihrer Nebenwirkungen infrage stellen, wenn der Patient auf einer Schmerzskala von 0-10 bei einer 9,5 steht. In akuten Situation helfen halt dann auch nur noch akute Massnahmen. Und ich war in der akuten Phase meiner Brummhistorie leider sehr, sehr oft bei einer 9. Dummerweise bin ich damals von selbst nicht auf Schlaftabletten gekommen; vermutlich weil ich eher jemand bin, der immer die Ursache und nicht die Symptome bekämpfen will, weil einfach nachhaltiger. Aus heutiger Sicht hätte ich mir ruhig des Öfteren mal eine Schlaftablette gönnen können, um wieder etwas Kraft zu schöpfen und überhaupt zum Luftholen zu kommen. Luft die ich für den nächsten Schreikrampf gut hätte gebrauchen können..)

7. Bewusstsein ändern

Sich den Humor nicht nehmen lassen
. Auch mal explizit die Stunden und Tage zählen, an denen man den Brummton NICHT hört (Urlaub, gute Wetterverhältnisse im Sommer, schöne Tage draussen, Zeit, die man mit Freunden verbracht hat, und abgelenkt war, eine ruhige Nacht (ja, auch BHKW-Motoren müssen gewartet und dafür abgeschaltet werden!!).. da kommt auch einiges zusammen!! Stichwort: Positives Denken.

 Richtiggehend Protokoll führen, ob im Kopf oder schriftlich, über die Stunden und Augenblicke an welchen das Drecksbrummen einfach komplett weg war oder einfach von euch nicht mehr wahrgenommen wurde. Ihr werdet sehen, es werden – langsam aber sicher – immer mehr Momente, die ihr zu den positiven zählen könnt.

Dazu gleich eine kleine Aufwärmübung:

Sportlehrer: „Wir machen heute Dehnübungen!“ – Schüler: „Es heißt DIE Übungen!“

Das hat dir nur ein müdes Schmunzeln entlockt? Egal! Der erste Schritt in die richtige Richtung!-)

8. Geräuschmaskierung

Aus der Tinitus-Welt: White, Red, Pink, Brown oder wie sie alle heissen – Noise
. Da müsst ihr euch ein Maskierungsgeräusch nach eurem Geschmack suchen. Die Geräusche können digital oder analog erzeugt werden. Also entweder man stellt sich einen Zimmerbrunnen neben das Bett, welcher wirklich plätschert, oder ein Radio das wirklich ein wenig rauscht, oder man spielt diese Geräusche digital über ein Wiedergabegerät ab. Manche mögen monotones Dauerrauschen wie von einem Ventilator oder in einem Flugzeug, manche ziehen Naturgeräusche vor, wie Regen der auf ein Dach oder Fenster prasselt oder das Gluckern einer Wasserquelle oder eines kleinen Baches. Dann gibt es 1000 verschiedene Arten von Meditationsmusik. Sprecher und Podcast sind meines Erachtens ungeeignet, da jeder Sprecher Pausen macht. Am besten sind monotone, dauerhafte, gleichmäßige Geräusche, ohne große Pausen oder Lautstärkeänderungen. Meeresrauschen ist z.B. für meinen Geschmack ein angenehmes Hintergrundgeräusch, durch das An- und Abschwellen aber nicht ganz so geeignet den Brummton zu maskieren. Binaurale Töne haben mein Gehör zusätzlich gestresst, bei machen Menschen mögen sie hilfreich sein.

Mir hat dieser Sound sehr gut geholfen: https://youtu.be/VTp3V1OWiLk?si=sbKArQXsAqRywTAn

Sehr gleichmässig, sehr beruhigend und nicht zu monoton. Sehr angenehm.

Außerdem fand ich Regenprasseln auch immer ganz angenehm, weil es ein natürliches Geräusch ist, das der Körper schon zur Genüge kennt und auch im Schlaf nichts dagegen einzuwenden hat.

Ein wichtiger Tipp: Nur knapp unter die Wahrnehmung des BT maskieren, d.h. die Lautstärke nur soweit aufdrehen, dass ihr den Brummton noch ein bisschen wahrnehmen könnt. Gerade am Anfang neigt man dazu den Brummton aus Frust komplett niederkartätschen, heisst mit Gegengeräuschen komplett ausblenden zu wollen, weil er so extrem auf die Nerven geht. Aber jedes Geräusch ist im Endeffekt auch ein Störfaktor beim Schlaf, auch die maskierenden, weshalb hier weniger absolut mehr ist.

Verlasst euch drauf, wenn ihr eurem Gehör durch Maskierung nur zu 80-90% helft sich gegen den Brummton zu wehren, blendet es die restlichen 10-20% davon einfach von selbst aus. Und auch die BT-Intensität schwankt in der Nacht, d.h. mit vollaufgedrehten Lautsprechern oder Kopfhörern wirkt die Maskierung dann selbst wie ein Störgeräusch und ist kontraproduktiv. Man schiesst quasi über´s Ziel hinaus. Experimentiert selbst mit den für euch richtigen Lautstärkeeinstellungen, aber nochmal: Weniger ist hier mehr! Und meist haben die Gehörsensiblen sowieso schon einen leichteren Schlaf, der durch die ganze Brummerei auch noch zusätzlich zerschunden wurde! Da jetzt gleich mit einer neuen, anderen Geräuschquelle voll draufzuhalten macht keinen Sinn.



9. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Den Schmerz teilen. Hier oder im Forum bei brummton.com. Es hilft der Psyche sehr zu sehen, dass man nicht allein ist, das man verstanden wird, dass andere auch leiden und kämpfen. Also wenn´s mal wieder ganz schlimm ist – gerade für die „Neulinge“ deren Ohren gerade erst das supertolle Brummton-Universum erhören durften – einfach hier auf der Seite oder auf anderen Seiten und Foren, siehe Links, nachlesen und weitere Informationen sammeln oder sich austauschen. Andere Leidensgeschichten hören. Sich auch gerne vernetzen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Schreibt mir gerne, wenn ihr JETZT SOFORT etwas loswerden wollt. Egal ob frustriert, traurig, ärgerlich, lustig, seltsam oder sonstwas.

10. Fokus

Den Fokus bewusst auf andere Aktivitäten lenken. Funktioniert natürlich leider nur tagsüber. Das Bewusstsein kann bei Fokussierung auf andere Tätigkeiten 1% des Brummtons ausblenden. D.h. nicht allzu viel, aber ein bisschen geht schon. Vertieft euch also in eine Tätigkeit, welche eure Aufmerksamkeit fordert, dann rückt das Brummen nur dadurch manchmal schon in den Hintergund. Je mehr ihr euch auf den Brummton konzentriert, desto tiefer dringt er in euer Bewusstsein. Ein kleiner Effekt, aber wie gesagt, Kleinvieh macht auch Mist.

11. Gewöhnungseffekt

Das ist jetzt vielleicht keine aktive Massnahme, aber das Wissen hilft euch vielleicht auch noch ein bisschen – Kleinvieh macht auch Mist, ihr erinnert euch? Und zwar wird mit der Zeit ein Gewöhnungseffekt einsetzen, wie ich aus über 12 Jahren Erfahrung weiß. Es werden keine Wunder geschehen, der Brummton wird leider bleiben, aber auch der Gewöhnungseffekt bringt wieder ein, zwei Prozentpünktchen Erleichterung. Wie z.B. bei Menschen die in der Nähe von Autobahnen wohnen – Sie nehmen das Dauerrauschen irgendwann nicht mehr oder sehr viel weniger als Neuankömmlinge wahr. 

12. Mit den Betreibern der BHKWs bei euch vor Ort sprechen

Eventuell könnt ihr mit den Betreibern der KWK-Anlagen die euch betreffen sprechen. Dabei solltet ihr jedoch höchst sensibel vorgehen. Rumschreien, anklagen, drohen und mit Rechtsmitteln herumfuchteln wird sicherlich nicht zum Ziel führen. Freundliches Erklären und Fragen ggf. mit Lösungsvorschlägen und Ideen aufwarten eventuell schon. Ihr seid auf den guten Willen der Betreiber angewiesen.

Diese haben (sehr wahrscheinlich) bis auf wenige kleine Verstöße gegen Lärmschutzauflagen nichts falsch gemacht, außerdem würden sie bei erfogreicher Reklamation sofort auf den BHKW-Anlagen-Erbauer verweisen, der dann wiederum sofort auf die DIN 45680 verweisen wird. In einem jahrelangen Streit müsste dann nachgewiesen werden, wo welche Bauvorschriften missachtet wurden, mit den üblichen Gutachten und Gegengutachten, und am Ende wird dann vielleicht eine nicht zugelassene Türe im Betriebsgebäude ausgetauscht, welche keinen bis wenig Einfluss auf die TS-Emissionen hat. Dafür hängt der Dorfsegen schief und alle hassen sich gegenseitig. Nicht gut. Also. Feundlichkeit, Höflichkeit, Vorschläge und Ideen sind hier die Türöffner. Schildert man sein Leiden, kann man mit dem Betreiber VIELLEICHT eine Reduzierung der Volllaststunden in der Nacht vereinbaren oder man könnte die Erlaubnis erhalten auf eigene Kosten schalldämmende Massnahmen umzusetzen oder oder .. 

Meine persönliche Erfahrung war leider ernüchternd, muss ich ehrlicherweise auch dazu sagen. Der Landwirt mit dem infrage kommenden BHKW wollte von der ganzen Angelegenheit nicht wirklich etwas wissen und hat sich ziemlich schnell vom Acker gemacht und die Sache im Sande verlaufen lassen. Trotzdem. Nichts unversucht lassen. Das kann auch positiver ausgehen.

Nichtsdestotrotz ist es sicherlich einen Versuch wert, denke ich. Dämmungs- und ANC-Massnahmen machen hauptsächlich nur an der QUELLE der Emissionen (Ausgang) Sinn, weniger am Ort der Immissionen (Eingang). 

Aus diesem Grund ist dieser Punkt „Mit den Betreibern sprechen“ auch unter dem Menüpunkt AKTIONEN aufgeführt, weil es in unserem Fall nie verkehrt ist schlafende Hunde zu wecken. Je mehr Betroffene den Kontakt zu den Betreibern dieser BHKWs in ihrer Umgebung suchen, desto mehr spricht sich das Thema bei denen herum, da die Betreiber diesen Vorgang MIT SICHERHEIT nicht nur unter sich (anderen Landwirten), sondern auch mit den sie betreuenden Aussen- oder Innendienstmitarbeitern der Biogas-Anlagenbauern besprechen und so taucht diese Problematik früher oder später auch beim Dachverband der Biogas-Betreiber und -Hersteller mehr und mehr auf. Es spricht sich einfach rum. Die sollen ruhig alle mitbekommen, dass es an der Basis rumort im wahrsten Sinne.

Zusammengefasst:

Massnahme 1: 5% Belastungsreduzierung

Massnahme 2: 5% Belastungsreduzierung

Massnahme 3: 75% Belastungsreduzierung, dauerhaft durchführbar

Massnahme 4: 3% Belastungsreduzierung

Massnahme 5: 3% Belastungsreduzierung

Massnahme 6: 5-10% Belastungsreduzierung

Massnahme 7: 2% Belastungsreduzierung

Massnahme 8: 100% Belastungsreduzierung, leider nicht dauerhaft durchführbar

Massnahme 9: Ohne Wertung, weil keine Massnahme im eigentlichen Sinn

Massnahme 10: 1% Belastungsreduzierung

Massnahme 11: Ohne Wertung, weil keine Massnahme im eigentlichen Sinn

Massnahme 12: Nicht bewertbar

Klar, wenn ich das Geräusch nach Massnahme 8 maximal mit Whitenoise maskiere, dann brauche ich nichts anderes mehr, weil dann habe ich schon eine 100%ige Reduzierung. Nur kann man sich nicht den ganzen Tag von diesen Störgeräuschen berieseln lassen. Irgendwann braucht das Gehör auch davon eine Pause. Vor allem nachts. Ich setze Maskierung nur noch relativ selten ein, da Massnahme 3 (Gehörschutz) bestens funktioniert, sogar beim Schlafen. Massnahme 4 (ANC) setze ich regelmässig tagsüber ein, um mich besser auf die Arbeit konzentrieren zu können. Alle anderen aktiven Massnahmen wende ich praktisch permanent an, um meinen Geist und Körper für die Belastung – die es nach wie vor gibt – fit zu halten.

Es geht einfach darum, alles was wir haben dieser nervigen Hässlichkeit entgegen zu werfen, um die Belästigung MIT ALLEN LEGAL ZUR VERFÜGUNG STEHENDEN MITTELN unter eine gewisse Toleranzschwelle zu drücken, mit der Körper und Geist dann leben können. Insgesamt gilt es eine bestmögliche körperliche und geistige Widerstandsfähigkeit aufzubauen und zu halten.

Und das funktioniert wirklich kann ich euch berichten! Es ist manchmal ein wenig mühsam, aber möglich! Gebt nicht auf!

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